Der Schweizer Kaffeesektor

Der Schweizer Kaffeesektor

Die Schweiz ist ein wichtiger Akteur in der globalen Kaffeewirtschaft. Sie importiert beträchtliche Mengen an  Kaffeebohnen, röstet sie im eigenen Land und exportiert die fertigen Produkte.

Laut dem Verband Procafé importierte die Schweiz im Jahr 2023 186.323 Tonnen Rohkaffee. Unter Rohkaffee versteht man rohe Kaffeebohnen, die verarbeitet und getrocknet, aber noch nicht geröstet sind.

Die Schweiz röstet und reexportiert den grössten Teil des importierten Kaffees und ist mit rund 107'000 Tonnen der drittgrösste Exporteur von Röstkaffee in Europa, gemessen am Volumen. Auch wertmässig ist sie mit Röstkaffeeexporten im Wert von fast 3,5 Milliarden CHF weltweit führend und spielt eine wichtige Rolle beim Export von hochwertigem Röstkaffee und löslichem Kaffee.

Die Schweiz spielt eine zentrale Rolle als globaler Knotenpunkt für die Kaffeeverarbeitung und den Handel. Viele der führenden Kaffeeröster und -händler haben ihren Sitz in der Schweiz: Sechs der weltweit wichtigsten Händler sind in der Schweiz ansässig. Nach Angaben der Schweizerischen Kaffeehändler Vereinigung (SCTA) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) ist die Schweiz mit einem Anteil von über 50 % am Gesamtvolumen des weltweit gehandelten Kaffees die weltweit grösste Kaffeedrehscheibe.

Was den Kaffeekonsum betrifft, gehört die Schweiz zu den 10 Ländern mit dem höchsten Kaffeekonsum weltweit. Gemäss Procafé lag der Kaffeekonsum im Jahr 2023 bei rund 80'000 Tonnen, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 9 Kilogramm pro Jahr entspricht.